Leoprechting, Marquart Freiherr von (1839-1897). Familienszene.


Leoprechting, Marquart Freiherr von (1839-1897). Familienszene.

Artikel-Nr.: Z - L005/010

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Marquard von Leoprechting (1839 Straubing - 1897 München). Familienszene. Bleistift und Feder, 17,2 x 21,5 cm (Sichtmaß), 29,8 x 34,8 cm (Rahmen), verso etikettiert.
Unter Glas gerahmt. Etwas im Rahmen verrutscht.

 

zum Werk

Die Zeichnung zeigt eine familiäre Gesellschaft bei Tisch. Dabei handelt es sich nicht um ein repräsentatives Familienbild, sondern um den intimen Einblick in das alltägliche Geschehen mit seinen beiläufig-charakteristischen Handlungen, wie es Daniel Nikolaus Chodowiecki mit seinem Cabinet d‘un peintre (1771) als Bildsujet populär gemacht hat. Der humoristische und dennoch versöhnliche Ton des Berliner Künstlers ist auch hier angeschlagen. So beugt sich die ältere Dame mit der Adlernase angesichts des ungelenk zugreifenden Jungen neben ihr pikiert zur Seite, während die in der Binnenszene des Tranchierens eingebettete Frau den Betrachter anlächelt. An der rechten Stirnseite der Tafel hat sich der Künstler möglicherweise selbst proträtiert. Er blickt den Diener an. Das ältere Mädchen gegenüber hat sich bereits dem bereiteten Schmaus zugewendet. Die Lebendigkeit der Darstellung resultiert gerade aus dieser Fülle beiläufiger Beziehungen, die zur Charakterisierung der einzelnen Personen beitragen.
Eine ähnliche Darstellung findet sich in den als Lithographien erschienenen Skizzen aus dem Cadetten-Leben und den Skizzen aus dem Feldzug 1866.

 

zum Künstler

Marquard Freiherr von Leoprechting studierte an der Münchner Akademie bei Wilhelm von Dietz und wurde insbesondere mit seinen humoristischen Zeichnungen bekannt.

 

Auswahlbibliographie

Ulrich Thieme, Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 23, Leipzig 1929.

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